12345 (Noch keine Wahl)
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Finde ich etwas, dadurch das ich empfinde? Wie empfindlich muss ich sein, um das zu finden, was ich mir wünsche zu finden? Finden durch ein Gefühl. Das Gefühl weist den Weg. Dem Weg folgend weitere Gefühle. Doch sind die Gefühle Antwort auf die ursprüngliche Anfrage? Während ich den Weg gehe denke ich an Neues. Vielleicht etwas, was ich auch finden möchte. Das Gefühl auf dem Weg ist vielleicht auf das Neue eine Antwort. Wohin führt mich dann der Weg? Zum ersten oder zum zweiten Ziel?

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Gelernt zu laufen, einem Ziel entgegen,
wandere ich unaufhörlich um Wege zu begehen.
Wechsle Mut mit Unmut, Schwäche mit Kraft,
glaube trotz Unglauben, bald ist es geschafft.

Nahm mir Begleiter und ließ mich nehmen,
flog und fiel, wurde getragen und gestoßen.
Sah in feindlich strahlende Augen,
die nur zum Hindern taugen.

Der Weg erscheint mir unendlich weit,
jetzt, gewandert seit ewiger Zeit.
Mein Ziel verschwunden hinter Bergen und Nebel,
gehe, stolper, hinke weiter, kein Wind im Segel.

“Weiter, weiter”, einzig Antrieb ist,
von falschen Freunden geworfen in den Mist.
Gestank haftet und liegt in der Luft,
weiß nicht wer da “Weiter! Weiter!” ruft.

Mag nur sitzen, ruhen, liegen, schlafen,
will Sonne, Wärme, will mich entlarven.
Fühle weder Schritt noch Gang,
von fern schallt ein Hohn-Gesang.

Es war einmal, ein Lichtlein ich sah,
mein Ziel, erscheint nicht wahr.
Liege friere, glaube nicht mehr an die Weihe,
höre, wie ich wütend “Weiter! Weiter!” schreie.


 Berndle, 22. November 2007

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